Labelvorstellung: Mothership Music

In einer neuen Rubrik auf DNMK sollen von nun an interessante neue und alte, kleine und große, deutsche als auch ausländische Labels vorgestellt werden.

Den Anfang macht Mothership Music, ein Sublabel von Dirtybird, welches mit dem Release von “Victor Casanova” der Italoboyz am 17.07.2007 in San Francisco, US of A, das Licht der Welt Mothership erblickte.

Gegründet wurde Mothership Records vom Inhaber von Dirtybird, dem Produzenten und DJ Claude VonStroke. Wie viele andere Musiker auch (Beispiel: Eric Prydz mit Mouseville, Pryda etc.) gründete er Mothership Records, um über dieses Label einen etwas anderen Sound zu vermarkten.

Steht Dirtybird noch eher für einen technoiden, funky Sound (gutes Beispiel sind hier “The Big Kazoo EP” von Style of Eye oder “Who’s Afraid of Detroit?” von Claude VonStroke), so soll auf Mothership mehr experimentiert werden. Bestes Beispiel hierfür sei das eingangs genannte “Victor Casanova” von den Italoboyz – ein sehr minimaler Track, in dem ein Vocal eines Oper- oder Fado-Lieds eingespielt wird und zu einem kompletten Bruch führt. Klingt krank, klingt unspektakulär, klingt bedingt tanzbar – ist aber einfach gut.

Eher unüblich ist, wie Mothership mit einem Großteil der Einnahmen verfährt: Diese landen in einer Schule in Downtown Detroit, welches Kindern ermöglicht Musik zu lernen und mit dieser in Kontakt zu kommen – auch elektronischer.

Aber, nicht nur das ist ein Grund, das Label zu supporten. Bisher gab es noch nicht viele Releases auf Mothership, die wenigen (vier an der Zahl – die fünfte Scheibe ist seit gestern im Vorverkauf), sind aber qualitativ hochwertig. Qualität, statt Quantität, ist ein weiteres Konzept.

Etwas Acidlastig vom Klang, aber trotzdem Minimal ist das zweite Release des Labels geraten, “Paranoid” von Monty Luke & Tasho – beides Produzenten und DJs aus San Francisco, wie VonStroke. Kurz darauf folgte auch schon “The Curse” von Voodeux – ein schöner Fillertrack, der sich in nahtlos in ein Set im Stile von Booka Shade einreihen könnte.

In 2008 war das erste Release dann die “Secret Edge EP” von Todd Bodine. Hier ist besonders der Titeltrack empfehlenswert. Der Track auf der B-Seite, “Back To Back”, geht hier eher ein wenig unter.

Womit auch schon alle Artist im Roster von Mothership genannt wurden. Aber auch dieses Label ist auf Wachstum hinaus. Promos sind in Form einer CD bei Mothership jederzeit willkommen. Also Produzenten, DJs und experimentierfreudiges Volk dort draußen – produziert und schickt es ein!

Links:

Mothership Music

Dirtybird Records

Mothership Music Releases bei deejay.de

Comment (1)

  1. Phunk wrote::

    Sehr interessanter Artikel!

    Dienstag, Februar 12, 2008 at 14:05 #