C’est magnifique

sebastien_tellier-shadesDNMK auf fremden (Berichts-) pfaden. Ist man doch sonst geneigt, über die Schönheit elektronischer Klänge zu philosophieren, so heisst es nun Mal: Brett vorm Kopf, Kulturschock – Wilkommen in der Welt des Eurovision Song Contest.

Dieser findet – eventuell – dieses Jahr in Belgrad in Serbien statt, was ansich schon im Publikum für allerlei Spaß sorgen dürfte. Könnte glatt mal vorkommen, dass es im Publikum mehr zu sehen und erleben gibt als auf der Bühne. Aber das ist ein anderes Thema und soll hier auch nicht weiter behandelt werden, schließlich sind wir ja im Auftrag ewiger Musik und Glückseligkeit unterwegs und nicht um politische Statements zu posaunen. Was vielmehr dazu bewegt hat, über den Eurovision Song Contest zu bloggen, ist der Teilnehmer für Frankreich: kein geringerer als Monsieur Sebastien Tellier.

Wer aufmerksam die Blogs im Dunstkreis von DNMK liest, dürfte mitbekommen haben, dass eben jener Künstler vom Kollegen Shorr präferiert wird – oder gerne konsumiert. Zumindest ab und zu. Das unsere Französischen Nachbarn also mitunter doch ziemlich coole Säue sein können (die trotzdem zu doof sind Auto zu fahren), zeigt diese Wahl. Statt der Standard Popschnulze, die sonst jedes Jahr gen Song Contest geschickt wird, nun also Herr Tellier mit – und nun, man höre und staune – dem komplett in Englisch verfassten “Divine”. Das ist das erste Mal in der Geschichte des Grand Prix (darf man das noch so nennen?), dass die ach so sprachstolzen Franzmänner einen Titel nicht in Landessprache vortragen.

Am 20. Mai startet der Wettbewerb mit dem ersten Halbfinale (Osteuropa), gefolgt vom zweiten (Westeuropa) am 22. Mai. Le grande finale dann am 24. Mai mit der Hauptsendung, wo uns dann Teuflinnen (oder was sind Nicht Engel?) und singende Truthähne erwarten.