Native Instruments Workshop zu Traktor Pro

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Knapp eine Woche nach dem Workshop schaffe ich es nun auch endlich mal darüber zu schreiben. Native Instruments lud also zum Traktor (Scratch) Pro Workshop im Rahmen der Klangwerktage im Kampnagel.

Die Location des Workshops hatte das richtige Ambiente, wie ich fand. Ein leicht schmodderiger Lagerhallenstil brachte zumindest etwas Clubstimmung. Was in Anbetracht des Themas ja nicht falsch war. Es galt die neue Software zum digitalen Deejayen aus dem Hause Native kennen zu lernen.

Ich hatte mir ja nach dem Early Bird Traktor Scratch Paket vor kurzem erst Traktor 3 gekauft und habe dadurch das kostenlose Update auf Pro bekommen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich erst gestern dazu gekommen bin die Software auch zu installieren. In Folge dessen möchte ich aber demnächst mit einer entsprechenden Berichtertstattung dem Rechnung tragen und detailliert meine Sicht auf die Software zeigen. Eventuell auch mit einem kurzen Screencast.

Zum Workshop; welcher von DJ Freshfluke aus Berlin moderiert wurde. Ihres Zeichens junge Mutter und Beta-Testerin der Software, sowie fleißiges Forenmitglied, dass wohl auch oft und gerne beratend zur Seite steht.

Freshfluke erklärte nun die neuen Features der Software, wobei ich nur wenig Neues mitnahm und meine eh schon dürftigen Fragen schnell beantwortet wurden. Ohne das ich Fragen musste.

Wer sich schon einige Zeit mit der Software beschäftigt konnte auch nicht unbedingt so viel neues mitnehmen. Der Umgang mit dem schon bekannten System bringt einem die Steigerungen – bei mir von FS 1.5 auf Traktor Scratch, dann 3 und nun Pro – autodidaktisch und intutiv näher. Das schöne ist, dass Traktor nah am DJ entwickelt und Ansprüche auch verstanden werden. So ist zB die Integration von Cover längst überfällig gewesen. Interessant ist auch die Veränderung der Cue-Points, die praktisch ein Loop mit Länge 0 sind. Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man diesen Cue nach belieben verlängern und hat somit einen amtlichen Loop von 4, 8 oder weiteren Längen.
Die Funktionsvielfalt in Traktor Pro zeigt sich vor allem in der Arbeit mit den Tracks. So wurde die Bearbeitung der Tags, Beatgrids und die genannten Cues um einiges verbessert. Darüber hinaus wurden einige nette Effekte aus anderen NI-Applikationen übernommen und geben so ein weiteres Spektrum an interessanten Möglichkeiten. Wobei ich weniger die Effekte hervorheben möchte… Im Weiteren wurde wohl die Integration von Controllern verbessert und ich warte schon sehnlichst darauf mein Nuo 4 anzuschließen. Mal schauen, ob ich es gebrauchen kann, ansonsten besorge ich mir einen Faderfox.

Abschließend bleibt zu sagen, dass der erste Eindruck ein weitaus besseres Look & Feel als die vorherigen Versionen bringt. Ich sehe da zwar noch Verbesserungsbedarf an manchen Stellen, dass ist aber fast alles Kleinkram.

Ach ja, zwei Sachen noch. Durch die Beatgrids und dem Quantisierungsmodus kann man, laut Freshfluke “auch noch mit 1,5 im Turm auflegen” und es ist kein Unterschied mehr zwischen Traktor Pro und Traktor Scratch Pro. Bis auf die Steuerung mit Platten!

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