Radio 2.0, ein kontroverses Thema

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Foto: Donstevan

Auf dem vergangenen Radiocamp in Hamburg traf sich die Branche, um über das Sein selbiger zu sprechen. In erster Linie ging es um den Einzug der verteufelten Neuen Medien und dem Ziel mit Webradio an Beachtung zu gewinnen.

Prolog: Radio wie es die meisten kennen, ist eine, aufgrund der Bandbreite des terrestrischen Netzes, eingeschränkte und meist nur lokal stattfindende Geschichte, die in erster Linie durch ihren Auftrag, möglichst viele Hörer zu halten, ein Problem hat. Aus diesem Problem entstand letzt endlich das Formatradio, dass uns derzeit auf allen Kanälen das Beste von heute, morgen und gestern vorspielt, gespickt mit ein paar örtlichen Infos ist so der uniformierte Radiosender entstanden. Diese Radiosende findet man in jedem Bundesland unter anderer Flagge aber mit den selben Ziel und Inhalten. Das Ergebnis ist zumeist qualitätsloser Einheitsbrei mit Brechreizgefahr.

Nun werden sich Verfechter der Radiostationen wie Bremen 4 oder Radio Hamburg an den Kopf fassen und die These für nicht haltbar empfinden. Allerdings wissen die Sender auch, dass sie sehr an der Zielgruppe vorbei senden und ihre mittelmäßigen Methoden zur Höreridentifizierung eher zweifelhaft sind.

Im weiteren Schritt kommen die ganzen Rechte- und Lizenzvertreter wie GEMA, GVL oder den Landesmedienanstalten, die mit ihren konservativen Methoden immer noch keine richtige Einarbeitung in das Thema Netz gefunden haben und so den vermeintlichen Macher zusehend quälen. Das weiter auszuformulieren bedarf einiger Zeit und das spar ich mir zu diesem Zeitpunkt.

Letzt endlich geht es doch darum den Hörer zu erreichen und das im besten Fall mit einem Programm, dass ihm gefällt. So gibt es Plattformen wie last.fm, der mit dem Titel schon sagt was Sache ist. Mit last.fm hast du den letzten Radiosenden den du brauchst erreicht. Eine gewagte These, die aber in die richtige Richtung läuft.
Ein anderer Kandidat zeigt im Web erst einmal wie man es richtig macht und holt sich einen Schwung Journalisten ran, die auch als solche arbeiten. Auf Byte.fm ist die musikalische Versorgung weitab vom Dudelfunk und kommt mit einem entspannten Moderator daher, der auch fachlich kein Idiot zu sein scheint.

Nach diesem Textberg fragt man sich wo denn nun die Vorzüge von klassischem und Web-Radio sind. Wie es in der Zukunft aussehen wird oder kann und was man als Hörer davon hat.

Zu letzterem: Einiges, wenn man über den Gartenzaun UKW guckt und das Netz kurz bemüht, um seinem Geschmack entsprechend auf einen Webradiosender zu stoßen, der einem das liefert was man braucht!