Im Test: Fritz! Mini & Lutec MBS-5

Im Sinne des vernetzten Heimes bewegen wir uns heute mit dem Equipment in Richtung Fritz! Mini. Nachdem MusicPal ein weiteres Gerät, dass im WLan seinen Platz findet und mit einem recht akzeptablen Funktionsumfang das Leben erleichtert.

Zwar sind einige Funktionen wie Emails lesen eher zweifelhaft. Alles in allem ist das Fritz! Mini aber ein nettes RoundUp-Gerät, um einen mit Webradio, Podcasts, RSS-Feeds und Telefonie zu versorgen.

Das Gerät ist eigentlich ein kleiner dummer Kasten, der sich auf Funktionen der Fritz! Box, ohne die das Betreiben nicht möglich ist, ausruht. Das Streaming der Radios bzw. Podcasts erledigt der in der FritzBox integrierte Mediaserver, der Mini dient praktisch nur als W-Lan-Abspielgerät.

Neben der Streams und der recht komfortablen Telefonie -in spürbar besserer Tonqualität- kann das Gerät auch mit RSS-Feeds und Emails um, mit dem Ersten besser als mit dem Zweiten, beides ist aber eher grenzwertig, denn der Zeilenlauf der News ist recht unangenehm zu lesen und die Konfiguration der Emailkonten ist in manchen Teilen beschränkt und lässt so zB keinen Zugang zu Googlemail zu.

Konfiguriert wird der Mini über eine Software die man auf Website www.fritzmini.de herunter laden muss. Mit dieser wird man durch die Konfiguration geführt und installiert im letzten Schritt die Bediensoftware Gini, mit der man die Einstellungen des Minis ändert.

fritzminigini

Die Hauptfeatures sind aber die Telefonie und das Streamen und dazu benötigt man im besten Fall ein Dock, um neben dem mitgelieferten Kopfhörer oder dem Hören an der Muschel doch etwas gemütlicher dem Podcast zuzuhören.

In meinem Fall habe ich das Lutec MBS-5 ausgewählt, weil es zum einen als iPod-Dock konzipiert auch den am Mini verbauten iPod-Dock-Slot (das Ding heißt bestimmt nicht so) und dadurch den Mini lädt sowie unkompliziert anschließen lässt.

Das Lutec-Dock wird mit einem Schwung an Adaptern und Kabeln geliefert, so dass man neben Nokia & Sony-Ericsson –Handys auch seinen Mp3-Player der Wahl anschließen kann, wie halt einen iPod oder den Mini. Erstes Manko beim Lutec ist allerdings, dass die Dock-Adapter an der Front beschriftet sind, schöner wäre es an der Rückseite oder gleich am Boden. Der Sound ist für ein Gerät der Preisklasse um 35€ in Ordnung, könnte aber eine Spur besser sein. Was für mich am schlimmsten wiegt ist der Standby. Da man das Gerät am Gehäuse anschaltet, wäre es auch sinnvoll das Gerät mit einem vollwertigen Netzstecker auszustatten.

Im Fazit ist der Sound des Lutecs Ok, es reicht auf jeden Fall für gesprochene Podcasts und dem Hören einen Webradios in der Badewanne. Mehr will man wahrscheinlich auch nicht. Das Fritz Mini versagt leider etwas, wenn man u.U. lauter spricht. Da scheint entweder die Priorisierung des Telefonstreams oder die Aufnahmefähigkeit des Winzlings noch nicht optimiert worden zu sein. Allerdings ist AVM stetig drum bemüht seine Geräte durch Firmware-Updates zu verbessern und geht auch in Teilen auf Stimmen aus der Community ein.

In Noten gesprochen gibt es für das Lutec-Dock eine 3, wenn man es für unter 30 Euro bekommt, macht man damit nichts verkehrt. Das Fritz Mini ist mit einer 2- etwas besser, bewegt sich aber dank des hohen Preises und der dadurch eigentlich zu erwartenden Sprachqualität sehr schwer auf eine 3 zu.

Im Team möchte ich die beiden trotzdessen nicht missen. Schaffen sich mir doch ein wenig kabellosen Frieden und gewähltes Entertainment in Form von Webradio und Podcasts!

www.fritzmini.de
www.mylutec.com