DNMK

something about electronic music

Archive for Juli, 2009

Im Test: Behringer DDM 4000 Teil 2

Posted by Livic On Juli - 9 - 2009

Kommen wir nun zu einem der interessantesten Teile des Mischpults, die Effekteinheit. Beim auspacken war ich schon sehr über den Ort der Einheit verwundert, hätte ich sie doch oben Rechts erwartet. Wie aber schon im ersten Teil beschrieben, ist in Anbetracht des möglichen Reckeinbaus diese Positionierung sinnvoller.

ddmeffekt

Was einem gleich auffällt, die Effekte sind zweiteilig aufgeteilt. Sinn und Zweck muss sich jeder selbst erarbeiten. Anwendungsmöglichkeiten sind die Kombinierung zweier Effekte, wobei man da sehr zögerlich umgehen sollte, denn bei zu viel Effekt verzerrt das rauskommende Signal und es klingt einfach beschissen. Daher sei auch jedem empfohlen, sich mit der Einheit richtig auseinander zu setzen und die Effekte mit Verstand einzusetzen, sonst quält man die Crowd unnötig. Das gilt übrigens für jede Effekteinheit! Was man nicht beherrscht, sollte man nicht machen!

Weitere Anwendungspunkt, und aus meiner Sicht sinnvoller, einen Effekt einem Kanal zuordnen, so dass man z.B. die auslaufende Platte mit einem Echo killt und den Effekt für die einlaufende schon parat hat, um z.B. im Break mit einem sanften Flanger zu kommen.

Effekte zurecht legen macht bei dem Pult auch Sinn, denn die Bauweise ist für schnelle bzw. hektische Arbeit definitiv nicht gemacht und so hatte ich Probleme punktgenau und spontan einen Effekt zu setzen. Dazu kommt die teilweise Doppelbelegung der Taps und die insgesamt recht zierlichen Steuerelemente. Das aber größte Manko, die Settings werden nicht gespeichert! Sobald das Mischpult ausgeschaltet wird, setzt die Einheit sich zurück. Nicht unbedingt das schlimmste, aber ungewöhnlichste Problem.

ddmsamplerIn der Summe sind die Effekte nicht schlecht. Für mich gewohnte Effekt-Moves lassen sich aber nicht zu 100% umsetzen und bedürfen großer Umgewöhnung. Auch sollte man die Effekte nicht zu “Wet” machen, da dadurch leichter Verzerrungen auftreten, die bei einer Doppelbelegung auf einem Kanal wahrscheinlich richtig grausam klingen, wie schon angemerkt.

Trotz dessen hat man neben der Sampleeinheit einige Möglichkeiten, sein Set etwas zu garnieren. Und wo wir schon beim Thema sind, der Sampler:

Der Sampler ist recht intuitiv aufgebaut und kann meiner Meinung nach sofort ohne große Kenntnisse respektive Handbuch genutzt werden. Wie man auf dem Bild sieht hat man per Tippschalter die Möglichkeit die zu sampelnde Quelle zu wählen, um dann im unteren Bereich die Feineinstellungen wie Länge von 1 bis unendlich und das abspielen per Crossfader einzustellen. Man hat zwei Bänke zur Verfügung, die mit Samples gefüllt werden können. Per Record In nimmt man das gewünschte Snippet auf und spielt dieses dann per Play Out als Loop, wahlweise auch Rückwärts ab. Was mir nicht sofort auffiel, war die Lautstärkeregelung des Samples, da der Gain bzw. die Klangregelung auf dem Sample keine Anwendung finden, dafür kann man aber mit dem Wet/Dry Poti das Signal anpassen.

Beatsamples bedürfen einiger Frickelei beim einsetzen, allerdings geht das relativ zügig und dürfte bei geübterem Umgang mit dem Pult dann auch einfacher von der Hand gehen.

Midi

Die Midieinheit, für die eine angepasste Traktor 3 Version beigelegt wurde, erschließt sich mir nicht zu 100%, denn anfänglich ging ich davon aus, dass ich Traktor mit dem Pult steuern kann, allerdings gibt das DDM nur ein Midi-Clock aus, um umliegenden Geräten wie einer Groovebox zu sagen wie schnell man ist. Das kann man wahlweise selbst bestimmen oder vom Beatcounter abnehmen lassen, was bei durchgängiger, kräftiger 4/4 Tracks bestimmt die bessere Wahl ist.

Im Resümee kann man ganz klar sagen, dass das Pult zwar seine Schwächen hat, in erster Linie ist es aber das Handling, welches durch etwas Übung sich bestimmt ans DDM gewöhnt und in Anbetracht des Preises von um die 300€ sollte man auch kein clubtaugliches Mischpult erwarten. Für den Gebrauch in der Wohnzimmerkanzel oder im kleinen Heimstudio lässt es sich aber prima verwenden und sollte durch eigene Erörterung der Schwächen dann auch hinreichend und vielfältig einsetzen lassen. Wenn ich eine Note vergeben müsste, würde ich eine gute 3 geben, vielleicht im nächsten Jahr besser! Für einen Straßenpreis von 300 € aber auf jeden Fall einen Tipp wert!

www.behringer.com/EN/Products/DDM4000.aspx
Teil 1: www.dnmk-music.com/2009/07/06/im-test-behringer-ddm-4000-teil-1

Die technischen Daten:

  • Digitaler 32-Bit DJ Mixer
  • mit Beat-synchronsiertem Sampler
  • 4 Multi-Effektsektionen
  • 2 BPM-Countern
  • digitaler Crossfader
  • MIDI
  • 4 Phono/Line-Stereokanäle erlauben das gleichzeitige Anschließen von bis zu 8 Signalquellen
  • 2 Mikrofoneingänge mit Gain, EQ, Talk-Funktion und FX
  • 4 Stereokanäle mit Gain, programmierbarem, parametr. 3-Band EQ mit Kill-Funktion, einstellbaren Fader-Kurven und flexibler Crossfader-Zuweisung
  • Intelligenter Sampler mit Beat-gesteuerter Loop-Funktion
  • Echtzeit-Pitch Control
  • Sampler FX
  • Crossfader-Startoption
  • 2 frei zuweisbare und BPM-synchronisierte, erstklassige Effektprozessoren (Bitcrusher, Resonator, Reverb, Flanger usw.)
  • BPM Counter
  • Digitaler Crossfader mit flexibler Kurvenanpassung, Reverse-Schalter und automatischem,
  • BPM-synchronisiertem Überblenden
  • Dual-Mode Crossfader mit innovativem, frequenzselektivem Crossfading
  • Separate Kopfhörersektion beinhaltet PFL Mix/Split und Bass/Snare Boost-Funktionen
  • Letzte Mixereinstellung per Knopfdruck aufrufbar
  • Digitaler S/PDIF-Ausgang zur direkten Aufnahme
  • effizientes Kühlsystem
  • Kurzschlusssicherung
  • Spannungsbegrenzer
  • Thermosicherung
  • Softstart
  • LED-Anzeige Clip, Protect, Stereo, Bridge, Parallel, Signal

Basement Jaxx- Raindrops

Posted by Livic On Juli - 7 - 2009

Es war ja auch mehr als Zeit, dass was neues von Basement Jaxx kommen muss. Auch wenn insgeheim “Where’s your head at” der BJ-Titel schlechthin sein wird, sind wir ebenso wie bei den Chemical Brothers auf neue Sachen gespannt. Nun kam mir gerade das Video zu Raindrops über den Weg, das stilistisch recht wenig mit dem oben genannten Titel zu tun hat und die oft bemühten Songstrukturen auch dort erkennen lassen, soll heißen: Es klingt recht poppig. Ist aber trotzdessen recht verspielt und das Video ist mehr als trippy!

Im Test: Behringer DDM 4000 Teil 1

Posted by Livic On Juli - 6 - 2009

Behringer DDM 4000

Wir hatten dank Behringer die Möglichkeit das DDM 4000 Digitalmischpult ausgiebig zu testen und möchten es euch nun vorstellen.

Das DDM ist ein digitales 4-Kanal Mischpult mit Effekt-, Sampler- und Midi-Einheit, dass für einen überaus günstigen Preis in das DJ-Setup kommen möchte. Neben den recht ausgiebigen Funktionen kommt das Mischpult mit einigem Zubehör daher. In erster Linie ist es die angepasste Traktor 3 Version und die Anschraubplatten zum Recheinbau.

Im ersten Teil möchte ich vorerst auf Aufbau und Handling des Mischpults eingehen. In den weiteren Teilen dann auf die Effekt-, Midi-, und Sampleeinheit.

Look & Feel
Das DDM orientiert sich an der klassischen 12″ Bauweise, dessen wohl bekanntesten Gefährten die DJM-Mixer von Pioneer sind. Böswillige würden auch behaupten, dass das Aussehen des Behringers sehr an eines der Pioneer-Geräte angelehnt ist. Allerdings gibt es einige Unterschiede, die sich auch nicht unbedingt zum Vorteil darstellen. Das wohl größte Manko ist der Kopfhöreranschluss, der ziemlich mittig auf der rechten Seite sitzt und so beim Handling auch gerne mal im Weg ist bzw. den 4. Linefader manipuliert. Besser wäre hier zwar ein Fronteinbau gewesen, in Anbetracht an den möglichen Reckbetrieb ist dies aber auch unpraktisch. So kommen wir auch auf den Punkt, das Pult ist auf den Betrieb im Rack bzw. in schräger Bauweise ausgelegt, wie es der Kopfhöreranschluss zeigt. Ebenso ist das Display der Effekteinheit etwas ungünstig zu betrachten, wenn man das Pult gerade auf dem Tisch liegen hat.

Die Fader und Potis der Kanäle wirken allesamt relativ stabil, wenn auch deren leichtgängige Art einem zeigt, dass man nicht zu ruppig damit umgehen sollte. Bei einigen Tap-Schaltern, die oft mit Doppelbelegung einem die Übersicht erschweren, fragt man sich warum die nun da sind, das Handbuch sollte daher tatsächlich mal in die Hand genommen werden.

Alles in allem ist das Pult recht ordentlich aufgebaut, allerdings auch recht gut mit Potis, Taps, Fadern und Drehreglern bestückt. Die doppelte Effekteinheit zeigt zwar einen gewissen Vorteil, allerdings sind gerade dort, wo man oft auch recht schnell und intuitiv arbeiten muss kleinere und aus meiner Sicht schlecht zu bedienernde Elemente verbaut. Dazu aber mehr in dem Teil der sich mit der Effekteinheit befasst!

Im Fazit ist der Workflow zwar durch das Kopfhörerkabel und die Effekteinheit etwas getrübt, wilde Punches an den Killbuttons lassen sich aber ebenso wie etwas Faderartistik an den frei verstellbaren Fadern (3 Intensitätsstufen und die schon obligatorische Crossfaderbelegung nach Wunsch). Für die Effekteinheit und den Sampler bedarf es allerdinges etwas Einarbeitungszeit, was aber nicht unüblich ist. Darüber hinaus empfiehlt sich tatsächlich die schräge Positionierung des Pults, ggf. durch die beiliegenden Anschraubplatten, um so effektiver Arbeiten zu können.

Im nächsten Teil geht es dann um den tieferen Einblick in das DDM 4000. Stay tuned

www.behringer.com/EN/Products/DDM4000.aspx

DNMKmix – Update

Posted by Livic On Juli - 4 - 2009

Ach, was war das früher schön. Man hatte viel Zeit, da die Arbeit nicht gefühlte 180% des Lebens einnahm und irgendwie war die Motivation Sets aufzunehmen und sie danach zu hören einfach höher. Inzwischen haben wir aber (weiterhin gefühlt) bestimmt hunderte Sets aufgenommen und hören die richtig guten, alten Sets recht gerne bzw. es fehlt die Muse sich am wohlverdienten Wochenende für nur 1,5 Stunden hinzustellen und etwas aufzunehmen.

Zum Glück besteht DNMK aber nicht nur aus einem DJ, geschweige denn mir, denn sonst wären die Mix-Updates sowas von selten… Nun gut, genug ins All geschwallt. Die jetzt kommenden Partydisketten sind von den einzelnen Protagonisten der Boogee Munstaz, die in Bremerhaven sich gerade durch die zwar mäßige, aber vorhandene Clublandschaft spielen und wir haben die Premiere von Loco Garcia, dessen wohl erstes Set Online geht, oder er hat die anderen einfach vor uns versteckt!

Loco gedenkt der Clubkultur aus dem Balkan und selektierte seine favorisierten Tunes. Dimi ist mal wieder in Wechselstimmung und hat nicht drauf warten können, bis ich mit meinem Part von unserem Versus komme. Er bewegt sich im Set im Bereich Baltimore Club und zeigt mal wieder eine weitere Facette von ihm!

Loco Garcia – Srce moje

Dimi – DNMKBmoreBash

Caracho vs. Right Said Fred: Schwarze Katze

Posted by Livic On Juli - 4 - 2009

Ich mag Caracho, seitdem sie mir damals, vor etwa drei Jahren, gezeigt wurden. Die Hamburger Jung, kommen bei einer Mische aus Falco, Prodigy und Trio in Schwung und durch einen mehr oder minder Zufall hätte ich mal beinahe einen Gig mit denen bestritten. Allerdings wollte ich mich nicht für nen Fuffi als Warmupper auf der zweiten Area verheizen lassen, vor allem mit dem Hintergrund, dass durch mich der Kontakt zu Caracho entstand.

Wir wollen hier aber nicht über mein DJ-Ego, sondern über Caracho sprechen, die vor eben drei Jahren ein Potpourri an Tracks auf ihrer Webseite zum kostenlosen Download anboten. Inzwischen kann man Caracho bei iTunes kaufen und so ist es auch mit den kostenlosen Downloads vorbei. Allerdings sind die Jungs noch sehr aktiv, vor allem auf MySpace, dort wo ich mit einem der Bandmitglieder kurz in Kontakt stand, und dort gab es nun einen etwas betagteren Track im neuen Gewand mit Unterstützung von Right Said Fred.

Was mich interessieren würde, sind Caracho und RSF bei der selben Plattenfirma und wurden praktisch Zwangsverheiratet, oder haben RSF einfach gesagt “Bei uns rockt es eh nicht mehr richtig, machen wir da mal Just4Fun mit!”, oder aber hatten die Echt richtig Bock sich im Dreck mit den Jungs zu wälzen. Eigentlich scheiß egal, der Track “Schwarze Katze” war auf dem Album eh schon neu aufgelegt worden, nun halt im versus mit Right Said Fred:

P.S. Auf der Caracho-Seite gibt es ein Making Of zum Video in Hörspiel-Manier!

www.caracho-musik.de
www.rightsaidfred.com