Kommen wir nun zu einem der interessantesten Teile des Mischpults, die Effekteinheit. Beim auspacken war ich schon sehr über den Ort der Einheit verwundert, hätte ich sie doch oben Rechts erwartet. Wie aber schon im ersten Teil beschrieben, ist in Anbetracht des möglichen Reckeinbaus diese Positionierung sinnvoller.
Was einem gleich auffällt, die Effekte sind zweiteilig aufgeteilt. Sinn und Zweck muss sich jeder selbst erarbeiten. Anwendungsmöglichkeiten sind die Kombinierung zweier Effekte, wobei man da sehr zögerlich umgehen sollte, denn bei zu viel Effekt verzerrt das rauskommende Signal und es klingt einfach beschissen. Daher sei auch jedem empfohlen, sich mit der Einheit richtig auseinander zu setzen und die Effekte mit Verstand einzusetzen, sonst quält man die Crowd unnötig. Das gilt übrigens für jede Effekteinheit! Was man nicht beherrscht, sollte man nicht machen!
Weitere Anwendungspunkt, und aus meiner Sicht sinnvoller, einen Effekt einem Kanal zuordnen, so dass man z.B. die auslaufende Platte mit einem Echo killt und den Effekt für die einlaufende schon parat hat, um z.B. im Break mit einem sanften Flanger zu kommen.
Effekte zurecht legen macht bei dem Pult auch Sinn, denn die Bauweise ist für schnelle bzw. hektische Arbeit definitiv nicht gemacht und so hatte ich Probleme punktgenau und spontan einen Effekt zu setzen. Dazu kommt die teilweise Doppelbelegung der Taps und die insgesamt recht zierlichen Steuerelemente. Das aber größte Manko, die Settings werden nicht gespeichert! Sobald das Mischpult ausgeschaltet wird, setzt die Einheit sich zurück. Nicht unbedingt das schlimmste, aber ungewöhnlichste Problem.
In der Summe sind die Effekte nicht schlecht. Für mich gewohnte Effekt-Moves lassen sich aber nicht zu 100% umsetzen und bedürfen großer Umgewöhnung. Auch sollte man die Effekte nicht zu “Wet” machen, da dadurch leichter Verzerrungen auftreten, die bei einer Doppelbelegung auf einem Kanal wahrscheinlich richtig grausam klingen, wie schon angemerkt.
Trotz dessen hat man neben der Sampleeinheit einige Möglichkeiten, sein Set etwas zu garnieren. Und wo wir schon beim Thema sind, der Sampler:
Der Sampler ist recht intuitiv aufgebaut und kann meiner Meinung nach sofort ohne große Kenntnisse respektive Handbuch genutzt werden. Wie man auf dem Bild sieht hat man per Tippschalter die Möglichkeit die zu sampelnde Quelle zu wählen, um dann im unteren Bereich die Feineinstellungen wie Länge von 1 bis unendlich und das abspielen per Crossfader einzustellen. Man hat zwei Bänke zur Verfügung, die mit Samples gefüllt werden können. Per Record In nimmt man das gewünschte Snippet auf und spielt dieses dann per Play Out als Loop, wahlweise auch Rückwärts ab. Was mir nicht sofort auffiel, war die Lautstärkeregelung des Samples, da der Gain bzw. die Klangregelung auf dem Sample keine Anwendung finden, dafür kann man aber mit dem Wet/Dry Poti das Signal anpassen.
Beatsamples bedürfen einiger Frickelei beim einsetzen, allerdings geht das relativ zügig und dürfte bei geübterem Umgang mit dem Pult dann auch einfacher von der Hand gehen.
Midi
Die Midieinheit, für die eine angepasste Traktor 3 Version beigelegt wurde, erschließt sich mir nicht zu 100%, denn anfänglich ging ich davon aus, dass ich Traktor mit dem Pult steuern kann, allerdings gibt das DDM nur ein Midi-Clock aus, um umliegenden Geräten wie einer Groovebox zu sagen wie schnell man ist. Das kann man wahlweise selbst bestimmen oder vom Beatcounter abnehmen lassen, was bei durchgängiger, kräftiger 4/4 Tracks bestimmt die bessere Wahl ist.
Im Resümee kann man ganz klar sagen, dass das Pult zwar seine Schwächen hat, in erster Linie ist es aber das Handling, welches durch etwas Übung sich bestimmt ans DDM gewöhnt und in Anbetracht des Preises von um die 300€ sollte man auch kein clubtaugliches Mischpult erwarten. Für den Gebrauch in der Wohnzimmerkanzel oder im kleinen Heimstudio lässt es sich aber prima verwenden und sollte durch eigene Erörterung der Schwächen dann auch hinreichend und vielfältig einsetzen lassen. Wenn ich eine Note vergeben müsste, würde ich eine gute 3 geben, vielleicht im nächsten Jahr besser! Für einen Straßenpreis von 300 € aber auf jeden Fall einen Tipp wert!
www.behringer.com/EN/Products/DDM4000.aspx
Teil 1: www.dnmk-music.com/2009/07/06/im-test-behringer-ddm-4000-teil-1
Die technischen Daten:
- Digitaler 32-Bit DJ Mixer
- mit Beat-synchronsiertem Sampler
- 4 Multi-Effektsektionen
- 2 BPM-Countern
- digitaler Crossfader
- MIDI
- 4 Phono/Line-Stereokanäle erlauben das gleichzeitige Anschließen von bis zu 8 Signalquellen
- 2 Mikrofoneingänge mit Gain, EQ, Talk-Funktion und FX
- 4 Stereokanäle mit Gain, programmierbarem, parametr. 3-Band EQ mit Kill-Funktion, einstellbaren Fader-Kurven und flexibler Crossfader-Zuweisung
- Intelligenter Sampler mit Beat-gesteuerter Loop-Funktion
- Echtzeit-Pitch Control
- Sampler FX
- Crossfader-Startoption
- 2 frei zuweisbare und BPM-synchronisierte, erstklassige Effektprozessoren (Bitcrusher, Resonator, Reverb, Flanger usw.)
- BPM Counter
- Digitaler Crossfader mit flexibler Kurvenanpassung, Reverse-Schalter und automatischem,
- BPM-synchronisiertem Überblenden
- Dual-Mode Crossfader mit innovativem, frequenzselektivem Crossfading
- Separate Kopfhörersektion beinhaltet PFL Mix/Split und Bass/Snare Boost-Funktionen
- Letzte Mixereinstellung per Knopfdruck aufrufbar
- Digitaler S/PDIF-Ausgang zur direkten Aufnahme
- effizientes Kühlsystem
- Kurzschlusssicherung
- Spannungsbegrenzer
- Thermosicherung
- Softstart
- LED-Anzeige Clip, Protect, Stereo, Bridge, Parallel, Signal





Dimi sagte: ... @Jan Ja dito und danke sagen wir da auch…..!
Jan sagte: ... War ein wirklich toller Abend hat Spaß gemacht, Jungs!
Wird sicherlich noch...
tobster sagte: ... http://partysan.net/global-new s/speaking-in-code/ zeigt die ganze Doku als...
phunk sagte: ... kann mann damit auch mixen *lach* , oder ist das nur zum Zirkusspielen gedacht??...
Don sagte: ... Erinnert mich an die frühen Tiefschwarz-Nummern. Schön fluffig….