[Im Test] Sennheiser PXC 450

PXC450_ZoomImageIn den kommenden Tagen stellen wir einige Kopfhörer aus dem Hause Sennheiser vor. Weniger aus dem DJ-Bereich, da gibt es meiner Ansicht nach auch kaum einen besseren Kopfhörer als den HD 25 (mit dem ich schon seit knapp 7 Jahren auflege), sondern aus dem Consumer-Bereich.

Aus der Kategorie haben wir Kopfhörer erhalten, die unterschiedlicher nicht sein können. Wobei wir zwei In-Ear vorstellen werden, den IE 8 und den CX 500. Heute fangen wir allerdings mit meinem heimlichen Liebling für Home-Entertainment (wenn man die Frau in Ruhe lassen möchte) und Büro-Alltag an.

Der Sennheiser PXC 450 ist ein Kopfhörer mit aktiver Störgeräuschreduzierung, welche unter dem Titel NoiseGard 2.0 genannt wird. Dadurch ist bei dem PXC Batterie- bzw. Akkueinsatz ein Muss, was mitunter ein kleines Manko ist, denn es ist nicht möglich die Geräuschreduzierung außen vor zu lassen und nur Musik zu hören. Soll heißen, im schlimmsten Fall endet das Hörvergnügen jäh, wenn keine Ersatzbatterie in der Nähe ist.

Da man diesen Kopfhörer aber zum einen nicht unterwegs benutzen wird – obwohl einem das mitgelieferte Softcase dazu einlädt, man aber bei einem Preis von rund 300 Euro eher vorsichtig wird – und man in Anbetracht von Umweltschutz und Entspannung langlebige Akkus einsetzt, sollte man das etwas außer Acht lassen.

Zum Korpus: Der Kopfhörer ist sehr wuchtig, dafür aber immer noch leicht. Hintergrund ist das enorme Lautsprecherpotenzial, welches im Gerät verbaut ist und dass es natürlich angenehm am Kopf sitzen soll. So ist der, von vorn herein hochwertig wirkende, PXC auch angenehm zu tragen und durch die typischen Verstellschienen an jede Kopfgröße anzupassen.
Was einem gleich nach dem Auspacken auffallen wird, sind die Bedienelemente an der rechten Muschel. Durch den Strombetrieb und dem NoiseGuard ist es logisch, dass der Kopfhörer auch gesteuert werden muss. Neben dem An-/Ausschalter findet man noch typische Lautstärkeregler und einen TalkThrouh-Button. Der es sensationell einfach ermöglicht kurz der Frau zuzuhören, wenn sie irgendwann sagt, dass man Eier einkaufen soll.

Zum Wichtigstem, dem Sound: Sobald der Kopfhörer aktiviert ist und man ihn aufsetzt, merkt man, dass etwas anders ist. Es wirkt etwas wie wenn man den Kopf unter eine Glocke steckt, was in dem Fall nur den positiven Charakter der Aktion hätte: Es wird ruhiger.
Einige Störgeräusche wie die von der Straße oder vergleichbares werden sauber gefiltert bzw. durch Gegenschall eliminiert. Lautere und vor allem im Frequenzgang variabler Geräusche werden leiser. Sobald die Musik an ist, ist es selbst bei geringer Lautstärke komplett abgeschottet und man kann sich sehr leicht in der Musik, und vielleicht auch in der Arbeit, verlieren. Hervorragend!

Das Soundbild ist sehr ausgewogen und vor allem kräftig. Ich habe selten so satte Bässe und gut harmonierende Klänge aus einem Kopfhörer gehört. Der Hörvorgang wird unausweichlich zum Genuss. Dazu muss man noch sagen, dass kaum etwas nach draußen dringt, selbst bei hohen Lautstärken ist man von argwöhnischen Blicken verschont.

In der Summe: Der PXC 450 wirkt allein beim Auspacken schon wie ein Gerät das man nicht mehr hergeben möchte, in seiner Art sehr besonders ist und somit einem ein unweigerlich als “Ich wollte es immer schon habe, obwohl ich es bis jetzt nicht wusste”-Item einbrennt.
Der Komfort beim Tragen und Hören ist ausgesprochen gut und eignet sich besonders für lange Hörzeiten. Wobei man das in Anbetracht der Gesundheit der Ohren nur in mäßigen Lautstärken machen sollte. Einziges Manko: Die Lautsprecherkörper in den Muscheln drücken bei meinen, zugegeben großen, Ohren etwas an. Ich muss das Gerät etwas arretieren, damit mich die Stellen nicht treffen.

Als besonderes Bonbon wird diese Review in einer Sendung auf 1000MIKES besprochen. Nachdem ich alle drei Kopfhörer vorgestellt habe, wird der Zeitpunkt der Sendung genannt und ihr seid dann herzlich eingeladen eure Fragen zu dem Kopfhörer per Call In oder Kommentar an mich zu richten. Wann es genau stattfinden wird, erfahrt ihr mit der letzten Review, stay tuned!

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