DNMKmusic

Magazin für elektronische Musik

Archive for September, 2009

[Spotlight] Buraka Som Sistema

Posted by Loco On September - 30 - 2009

Kuduro? Buraka? Znobia? Wegue Wegue? Wer in letzter Zeit in der Nähe der DNMKheads stand und ihren Gesprächen gelauscht hat dürfte denken, dass mit den Jungs was nicht richtig ist. Neue Sprache? Oder doch Rückfall in prepubertäre Kindergartensprechzeiten zwecks massiver Überfeierung?

Buraka Som Systema

Nun, wie so häufig liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Gelegentlich. In diesem Fall ist es eher wieder der Fall, dass DNMK mal wieder Vorreiter in Sachen Trends und Musik ist und die ersten waren, die nach Baile Funk im Norden auch den Kuduro auf die Tanzflächen gebracht haben. Und das in Form der portugiesisch-angolanischen Band “Buraka Som Sistema”, die wir euch mitsamt ihrer Musik heute Mal ein wenig näher bringen wollen. Leser mit guten Geographiekenntnissen, portugiesischer Staatsbürgerschaft oder einem latenten Hang an Namensforschung werden bereits wissen, wobei es sich um Buraka und Kuduro handelt. Der Name der Band leitet sich von einem Stadtteil in Lissabon, Amadora ab. Dort, in Buraca, wohnt die Mehrzahl der angolanischen Einwohner in Lissabon was auch den Nährboden der in den 80er Jahren in Angola entstandenen Musikrichtung Kuduro erklärt. Som Sistema steht hierbei für eine – nunja, zugegebenermaßen – eher dürftige portugiesische Übersetzung des englischen Soundsystems.

MC Pongolove

Buraka Som Sistema (BSS) sind ein 2006er Zusammenschluß diverser Tanzer, Rapper und DJs, die ihre Ursprünge allesamt in unterschiedlichen Musikstilen wie Drum ‘n Bass, Rap, Electro als auch Kuduro wiederfinden. Zum Kernteam gehören hierbei Lil’ John (nein, nicht der YEEEEEAHHH!!! OOOOOKAAAAAY! Typ), Conductor, DJ Riot und Kalaf. Auf den Livetouren werden diese ergänzt vom weiblichen MC Pongolove, die nicht nur einen Ohren- sondern auch einen Augenschmauß darstellt. Diese Truppe wird um viele Künstler aus aller Welt erweitert, so finden sich auf dem “Black Diamond” Album unter anderen Gastbeiträge von M.I.A., Puto Prata, DJ Znobia, Saboros als auch Baile Funk Urgestein Deize Tigrona.

Buraka Som Systema - Blood Diamond

Wir von DNMK hatten auf dem Melt! die Freude, diese Combo live zu erleben und hiermit sei jedem empfohlen, der die Chance dazu hat: Nutzt sie. Noch nie habe – ich zumindest – solch eine Energieleistung auf der Bühne und von dort überspringend auf das Publikum erleben dürfen. Und dabei wohnte ich schon Live Gigs von Metallica, Slipknot, Destiny’s Child, Bushido und den Beach Boys bei. Vergleichbar sind für mich hier nur The Prodigy.

Kuduro, was frei übersetzt etwas wie “harter Arsch” bedeutet und im Tanzstil schwer von – ob man es glaubt oder nicht – Jean-Claude van Damme beeinflusst ist, ist musikalisch schwer zu fassen. In der Originalform eher schwerer zugänglich für unsere westliche geschulten Ohren, ist es dank BSS zu einer Mischung aus Electro, angolanischer Stammesmusik und Rap verschmolzen. Mittlerweile finden auch immer mehr europäische Stilelemente Einfluss in die Musik und Remixe von BSS, was nicht zuletzt im Track “R.I.A.D.” gipfelte, eine Kuduro Neuauflage des Snap Klassikers “Rhythm is a Dancer”.

Viel ist nun geschrieben über Kuduro und Buraka. Aber sprechen lassen sollte man, doch gerade bei einem Musikthema, die Musik. Das “Black Diamond” Album von Buraka sollte für jeden so oder so einen Pflichtkauf darstellen. Wer aber zunächst ein Mal Zugang zur Musik finden will, dem sei das kostenlose Mixtape von BSS namens “Blood Diamond Mixtape” empfohlen. Dies bietet ein buntes Mash-Up aus Remixen, Eigenkreationen und völlig unerwarteten, aber Themebezogenen Stücken die bereits ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Somit bietet das Mixtape auch einen tollen Einblick in die Liveshows von Buraka.

Blood Diamond Mixtape

Also, tune in and dance your ass off – denn dieser Sound erwartet euch unter anderem auf von DNMK bespielten Tanzflächen! Weiterführende Links:
BSS Homepage
Enchufada Store
BSS @ MySpace
BSS @ Facebook
DJ Znobia @ MySpace

[Im Test] Sennheiser IE8

Posted by Livic On September - 29 - 2009

sennheiser_ie8

Mein liebstes Kind, der Sennheiser IE8, kommt nun endlich zum Zuge. Unsere Testbank ist erstaunlicher Weise sehr voll und nach der kürzlichen Vorstellung des PXC 450 wollte ich nicht zu lange auf den IE8 warten lassen.

Große Worte brauch man über einen In Ear Kopfhörer nicht verlieren. Die Trageart und die damit verbundenen Eigenschaften sind heraus stechendes Merkmal eines jeden In Ears. Der IE8 ist aber nicht einer der Kandidaten, die man sich einfach in den Gehörgang steckt und gut ist. Die schon recht großzügige Bauweise lässt schon schließen: Da geht mehr!

Zunächst zum sehr umfangreichen Zubehör. Im hochpreisigen Segment scheint Sennheiser den Käufern gern mit ein paar Goodies überraschen zu wollen. Nicht das eine Transporttasche, wie beim PXC 450, nun eine Überraschung ist. Allerdings sind bei den Sennheiser-Goodies bedachte Kleinigkeiten das stilvolle Maß der Dinge. Beim PXC 450 war es die besondere Einpassung des Kopfhörers in der sehr hochwertigen Tasche, bei dem IE8 gibt es ein kleines Schiebe-Case mit viel Zubehör, welches man zwar nicht unbedingt unterwegs braucht, aber wenn man alles an einem Platz weiß…

sennheiser_ie8b

Auf den Punkt gebracht: Neben dem Kopfhörer ist das Case, gefüllt mit weiteren Ohrstöpseln und einem Reinigungsstick, dabei. Marginal aber sinnvoll. Weiterhin sind bei dem Paket ein Klemmhalter für’s Rever und Ohrbügel, um die In Ears am Ohr zu arretieren.

Ein letzter Pluspunkt, bevor ich endlich zum Sound komme, ist der mögliche Wechsel der Kabel. Die Apparate können recht leicht vom Kabel getrennt werden und mit einem neuen versehen werden. Zum Teil überrascht einen das Mitdenken, zum anderen erwartet man auch genau dieses.

Sound: Marvelous! … Ich könnte es so stehen lassen, möchte euch aber mit ein paar Details langweilen! Anhand der verwendeten Stöpsel sind die Kopfhörer fest im Ohr, so fest, dass sie sich durch satten Bass auch gefühlt in den Ohrkanäl saugen und somit der Sound tatsächlich noch satter wird. Ich mag dieses Gefühl, weil es einen echt von der Außenwelt abschottet, man aber auch nicht bis zum Anschlag aufdrehen muss, um vernünftig Musik hören zu wollen. Wenn man denn aber gerade eine Stelle hat, die den Wunsch “Jetzt aber” aufkommen lässt, muss man sich weniger Gedanken um die Umwelt machen, die bekommen trotz dessen recht wenig bis nichts von dem was man gerade feiert mit. Die voluminöse und geschlossene Bauweise beherbergt anscheinend eine recht anständige Menge Technik, die dem Hörgenuss nicht viel dazwischen kommen lässt.

Laut Auszeichnung ist der Kopfhörer eher für Pro-Anwendungen, denn für private zu benutzen. Allerdings zeigte sich schon öfter der Anspruch als audiophiler Mensch auf Pro-Hardware zurück zu greifen, insbesondere auf die von Sennheiser, da man dadurch schon vor dem Hören ein gutes Gefühl bekommt und letztendlich doch der bessere Klang überzeugt und bestätigt. Dies soll jetzt bitte nicht als Werbepost verstanden werden. Ich benutze schon seit über 10 Jahren Sennheiser Kopfhörer und werde von Jahr zu Jahr überzeugter, denn mein alter HD 25 zeigt praktisch kaum Verschleiß bei den klangrelevanten Teilen, wenn auch die Kabel und Polster schon mal gewechselt werden mussten, was in Anbetracht der recht harten Nutzung über mehrere Jahre nicht weiter verwunderlich ist.

Der IE8 wird im Schnitt für ca. 200 Euro bei amazon.de und anderen Händlern angeboten.

Bremerhavener Clubbingwochen mit DNMK

Posted by Livic On September - 21 - 2009

Kein Plan, warum das gerade wieder verstärkt in Bremerhaven abgeht und auch wenn wir noch nicht zu 100% die für dieses Wochenende angesetzte Let’s Play angekündigt haben, so sieht es bisher recht rosig aus.

Die DNMK-Wochen im Überblick:

26.09. – Let’s Play With Fruits mit Dimi, Loco Garcia und Evil Ninja Livic @ club.04 (Abgesagt!)
09.10. – Hochschulparty mit den DNMKallstars (Loco Garcia & Livic)
17.10. – Hawaii Party 7 mit u.a. den Boogee Munstaz (Dimi & Loco Garcia DJ Team) @ Kühlhouse

Verspricht vorerst recht interessant zu werden, die einzelnen Events werden auch noch gesondert von uns angeteasert.

Heute wird der DNMK-Server gesichert und im Laufe der Nacht umgezogen. Anscheinend bekommt unser Hoster es nicht anders hin, die Performanceprobleme in den Griff zu bekommen. Ein Gutes hat es, ich bin beim Daten sichern über einen ganzen Wurf Mixe aus unserem alten Podcast gestolpert, wovon ich insbesondere den Mix von Flameing Dex hervor heben möchte.

Wo wir schon in der Houseecke sind und wir auch kürzlich schon auf Facebook ein paar von Rossis Sets vorstellten, gibt es in diesem Abwasch sein aktuelles Ding.

Online-Sequenzer und Loop-Maschinen

Posted by Livic On September - 14 - 2009

Hobnox ist den meisten ein Begriff. Eins ihrer Tools basiert auf Flash und bringt eine Auswahl an Maschinen zum Tracks schrauben in den Browser (Noxtools). Seit kurzem gibt es mit inudge eine browserbasierte Loopmaschine, die per Klick bedienbar ist. Es gibt 8 Matrizen deren Punkte die verschiedenen Sounds in den Loops wiedergeben. Die Bedienung ist kinderleicht und das lässt sich auch exportieren, wie man hier sehen kann.

Wer mehr Bock auf Dubstep hat, der möge sich mit dem Dubstep Studio beschäftigen. Dimi findet das Ding halbgeil, Tanith meint, dass zumindest die Samples brauchbar wären.

[Neue Serie] Show me your DJ-setup – Dimi

Posted by Livic On September - 3 - 2009

Eine interessante Idee kam uns, wohl auch unterbewusst aufgrund der genialen DJ-Wohnzimmer-Serie im Groove-Magazin, als wir uns mal wieder Gedanken um den Content auf DNMK machen. “Generell Musik, vielleicht nicht ganz so techy, persönlich soll es sein und irgendwie interessant!”, so kam Dimi auf die glorreiche Idee “Zeigen wir doch unsere Sets!”.
Durch zahlreiche Ikea-Besuche musste ich bei dem Wort Set erst an die Unterlage für Teller etc. für Esstische denken, würde aber schnell von den Jungs wach gerüttelt.

In Teil 1 kommt auch gleich Dimi zu Wort, oder eher zum Bild. Anbei sein Setup, die Fakten:

2 x Vestax PDX 2000 mit Ortofon Q-Bert Systemen, Pioneer DJM-800, gemoddeter Sony MDR V 700, Traktor Scratch mit Audio 8 Soundkarte, Roland SP-404 Sampler mit 1 GB CF und ein Dell Inspiron 1501 Notebook der wie die Soundkarte auf einem Luke Drei Ständer – plus gepimpter Malm Damenfrisiertisch von Ikea.

Anmerkungen: Für mich bisher an Höhe und Komfort das perfekte System, wenn jetzt noch Kaossilator und weiteres hinzukommt ist eine Anschaffung eines Laptopständers, der hinter das Mischpult geklemmt wird, unvermeidbar. Dort werden dann sämtliche Sampler und Effektgeräte Platz nehmen.
Warum die Plattenspieler quer stehen?? Alte Zeiten!! Turntablism haben mich dort einfach hingehen lassen. Ich kann einfach nicht mehr anders. Hab so mehr Grifffläche auf der Platte und…ach leck mich…ich kann so einfach besser!

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DNMK-Mixset Update

Posted by Livic On September - 2 - 2009

Ich bade mich immer noch in Faulheit und in der Zeit spucken die Boogee Munstaz einen Mix nach dem anderen raus, leider noch immer jeweils einzeln. Hier nun die aktuellsten Dinger von Dimi und Loco!

Loco Garcia – BANGA! Minimix by Loco Garcia

Dimi – Painless by dj_dimi

(via DNMKs Favorites on Soundcloud)

Visuelles von und mit Musik

Posted by Livic On September - 1 - 2009

Kennt ihr noch die Sample Suckas, diese Serie der beiden Heroen Dimi und Loco, die ins Detail bestehende Hits und One Hit Wonder in eher wohnzimmerlicher Atmosphäre verglichen und so manchen Hit zum Gähner machten. Um die geht es heute nicht, aber ein, zwei Folgen sind in der Pipeline und es dürfte nicht all zu lange dauern, bis die Jungs das Material aufgenommen haben. In der Zeit könnt ihr entweder die alten Folgen schauen, oder ein Potpourri aus Netzfundstücken zu euch nehmen!

Break It All Down – URBAN DELIGHTS vs BIKINIRAMA

Neurosonics Audiomedical Labs Inc.

Dub FX – Love Someone (Diesen Samstag im NFF Club in Bremen!)

8 bit trip

Amanda Blank “Might Like You Better”