DNMKmusic

Magazin für elektronische Musik

Archive for November, 2009

Nun haben wir das Video zum Kaossilator-Test für euch. Dimi erklärt in umfangreichen 13 Minuten das Gerät und stellt die Funktionen gleich leicht nachvollziehbar vor.

Den ersten Teil findet ihr hier und hier geht es zur Korg-Produktseite.

Berlinstens Alta – After Hours auf 3min.de

Posted by Livic On November - 23 - 2009

Berlin ist die geilste Stadt von Welt. Um meiner Person Gerecht zu werden, muss ich leider auch Berlin scheiße finden, denn keine Stadt ist so überhyped wie Berlin. Das ganze drum herum um Minimal (jetzt ja wieder House), Get Physical, Poker Flat und vor allem Ricardo & Richie geht einem gehörig auf den Sack. Klar, Berlin ist Wegbereiter gewesen. Für die Szene und für das exzessive Nachtleben. Aber wie wäre es mal mit subtilem Prollen?

In schlimmer Erinnerung an die Feiern DVD, in der Ricardo auf Englisch (was nicht unverständlich ist, ihn aber noch arroganter wirken ließ, gerade in Anbetracht, dass nur Natives auf der DVD Englisch sprachen) erzählen musste wie toll es doch ist auf der gleichen Droge Minimal zu hören, ging ich nun auf 3min.de um After Hours anzumachen. Ich sah erst ein paar Berliner, die auf ein Parkdeck zum raven gehen, später Woody, der durch die Ruinen des Globes geht. Durch Woody hat mich die Doku dann auch bekommen, denn der Butscher ist nicht so affektiert wie manch anderer der Berliner Urgesteine.

Die ersten paar Minuten verschafften einem ein entspanntes Bild, auf den Boden gebliebene Berliner, die einfach erzählen was feiertechnisch bei denen geht. Wie es sich im Verlauf entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Gerade kam mir die erste Folge der Serie auf den Schirm und einige Szenen dürften in den weiteren Folgen noch kommen, die entweder mitfühlend sind oder ggf. Verachtung über die “Ach so tollen Berliner” hervorrufen werden! ;)
Macht euch selbst ein Bild und schaut gleich rein! Folge eins bis drei auf 3min.de.

“Berlin gilt als Technohauptstadt. Der Mauerfall und das daraus resultierende Gefühl der Freiheit wurden schnell zu einem Anziehungspunkt für Feierwütige aus ganz Europa. Illegale Underground Locations und alte Ost-Ruinen waren Schauplätze wilder Parties. Clubs wie das ‘Berghain’ und die ‘Bar25′ stehen auch heute noch für genau dieses Gefühl.

Ob in Clubs, im Park oder in Parkhäusern, die Berliner Technoszene zelebriert bis heute die ’3 Tage Wach’-Mentalität. Die Web-Doku ‘After Hours’ begleitet 3 Protagonisten im Sommer 2009 auf ihren Partystreifzügen durch die Hauptstadt und gibt anhand von Gesprächen auch einen Einblick in die Vergangenheit der Technoszene. Interviews mit Insidern bieten Hintergrundwissen und Nostalgie.

Wir schauen unter anderem AKA AKA beim Techno-Mischen auf der Spree zu. Wir hören, was DJ Oliver Koletzki, der 2005 vom Magazin Groove als “Best Newcomer” gewählt wurde, zu sagen hat. Und wir lassen uns von Bar25-Betreiber Danny Faber etwas über seine Anfangszeit in Berlin erzählen.”

Evil Ninja Livic – Hookin’ up

Posted by Livic On November - 18 - 2009

Ich alter Karussellbremser habe dann einige Wochen nach der Hochschulparty es denn auch mal geschafft das Set des Abends in etwa Revue passieren zu lassen. Warum? Die Kombination der Platten, die ich den Abend spielte, war annähernd außergewöhnlich und noch viel mehr war es, dass die Leute den Shit gefeiert haben. Mein Warmup hat so urige Sachen wie einen Remix von Will Smith’ Miami nebst einiger Houseletten und so Brüllern wie 8000 Mark oder Silver Screen hervor gebracht. Die Playlist ließt sich extrem unterhaltend, wenn man auch nicht gleich davon ausgeht das es stimmig ist.

Ebenso wie auf der Party habe ich zu Anfang ein paar Übergänge verhunzt. Die Finger haben Gicht, die Technik ist nicht eingestellt, schon fast kein Wunder. Da ich aber auch kein Freund von Warpen und Gridden bin, werde ich einfach wieder öfter drehen, sollte reichen! Ansonsten sorge ich einfach für ‘ne ordentliche Riester-Rente, verabschiede mich vom Parkett und gehe in den Ruhestand. Ob die Welt mich als DJ doch noch brauchen sollte, könnt ihr nun selbst hören und entscheiden!

Evil Ninja Livic – Hookin’ up by Evil Ninja Livic

Show me your DJ-setup – Loco Garcia

Posted by Loco On November - 9 - 2009

Die Fakten: 2 x Numark TT-x1 mit Shure M44-7 Competition Systemen an einer Reloop Headshell, Pioneer DJM-800, Sony MDR V-700, Traktor Scratch Pro mit Audio 8 DJ Soundkarte, Apple iPhone mit Star6 Sample-Instrument und ScreechPad sowie Noise.IO Synth Pro sowie Apple MacBook Pro. Dazu, für den Live Einsatz, selbst gebaute Ständer für zwei Laptops links und rechts über den Turntables sowie ein Metalllaptopständer für die Positionierung über der Mixereinheit. Das Alles auf einem selbst gebauten Plattenschrank mit metallisch-bezogener MBF Platte.

Seit ich 2004 mit dem Auflegen begonnen habe steht mein Set – damals natürlich mit anderem Mixer – bereits auf meinem selbst gebauten Pult. Allerdings wird dies beim Auszug abgeschafft und durch ein anderes ersetzt werden. Ob dies wieder als Eigenbau passiert oder ich ebenfalls den Gang zum schwedischen Möbelhaus antrete, überlege ich mir dann spontan. Das Pult war damals nämlich nur für zwei Plattenspieler und einen Mixer konzipiert, nicht aber für zusätzliches Equipment. Und über genau das sinniere ich derzeit: Kaoss Pad III? Allen & Heath X:One 2D? Native Instruments Maschine? Oder doch der Zweitlaptop mit Ableton Live, damit ich das DJ Set um den Live-Gig Faktor erweitern kann. Das alles steht noch in den Sternen, aber so lange wird in der Rückenschonenden Höhe entspannt weiter gerockt.

Loco's setup

IMG_0470

Sony MDR

Traktor Scratch Pro auf MacBook Pro

Shure M44-7 auf Reloop-Headshell

Pioneer DJM 800

Loco's setup

Beardyman @ Camp Bestival

Posted by Livic On November - 8 - 2009

Der von mir verehrte Beardyman hat nicht nur inzwischen 4 der dreier Kaoss Pads, sondern auch einen recht aktuellen YouTube-Channel, welchen ich seit einiger Zeit abonniert habe. Kürzlich kamen Videos des Camp Bestivals und der Kendal Calling in den Channel. Inhaltlich ist Kendal Calling vielleicht etwas runder, da die Videos aber kurz hintereinander aufgenommen worden sind, und daher auch teilweise recht ähnlich, zeige ich hier die Camp Bestival Videos, aufgrund des derben Intros! Viel Spaß!

Ministry Of Sound – The Annual 2010

Posted by Livic On November - 3 - 2009

Same procedure as every year. Ministry of sounds “The Annual” kommt in gewohnter Manier gegen Ende des Jahres und zeigt uns einen Rundumschlag des gerade vergangenen, und da man kurz vor dem Jahreswechsel ist, betitelt man auch gleich mit dem kommenden.

Am 06.11. kommt die Compilation auf CD und als Download und schon jetzt kann man sich auf ein buntes Potpourri aus House, Trance und aufgemöbelten Classics ala “Rhythym is a dancer” freuen. Natürlich darf ein Paul van Dyk nicht fehlen und was wäre ein Jahresrückblick ohne die Hypenummer “Sky and sand”?

Alles in allem bietet die Scheibe bzw. der Download einen Schnellschuss durch die Genres der breiteren Masse und gibt standesgemäß wieder was die Crowd in 2009 bewegt hat.

Die auf 15 Minuten komprimierte Version hat MoS auf YouTube hoch geladen.

Korg’s kleiner Chaot schimpft sich Kaossilator und Kaos kann man damit schnell erreichen….mehr dazu aber später!

Die kleine Schachtel erinnert auf den ersten Blick an einen eskalierten Gameboy, und in der Tat, so etwas ähnliches ist es auch, ein Synthboy. Ein Synthesizer mit lauter kleinen Phasen drin, die über ein Touchpad abgefeuert werden. Der Kaossilator hat keinen Stepsequencer in dem man Notenwerte setzten kann, sondern nur einen zuschaltbaren Arpeggiator und verfügt über eine Recordingfunktion.

Nach und nach werden Sounds übereinander gelayert, bis ein kleiner Song Track entsteht. Hierbei stößt der Taschenmusikant schnell an die Grenzen der Mikroelektronik, denn einmal aufgenommene Parts können weder gemutet noch einzeln gelöscht werden. Gespeichert werden kann auch nichts, schaltet man das Gerät aus, wandert die kleine Spontansession ins digitale Nirvana. Im Bus mal eben einen gerockten Song abspeichern, kann der Nanosynthesist daher vergessen.

Die Sounds des Kaossilator sind auf sieben Kategorieren verteilt: Lead, Accustic, Bass, Chord, SE (Special), Drums (Singleshots) und Drum-Pattern. Diese Sounds entlockt der kleine Synth aus Korgs MMT-Synthese (Multi Modelling Technology). Und in der Tat, viele der Sounds sind beeindruckend für so eine kleine Schachtel. Besonders empfehlenswert fand ich die Bänke Bass und Special.

Um die Klänge etwas aufzubretzeln, wurden werksseitig hier & da reichlich Effekte wie Reverb oder Delay, oft beides, dran gehängt. Abschalten kann man die Effekte nicht, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Auch anderweitig lässt sich nichts tweaken, lediglich die Grundtonhöhe kann man einstellen, in dem man “Scale” und “Tap” gemeinsam drückt und dann via Wahlrad zwischen den Oktaven switched.

Schwerlich vermisst habe ich im Kaossilator eine Quantisierungsfunktion. Besonders bei der “Eingabe” der Drumshots heißt es Try & Error, es sei denn, man ist timingfest wie ein Stepsequencer. Bei einigen Nutzern des kleinen Synthesizers dürfte genau das nicht der Fall sein. Einzige Spielhilfe ist der Arpeggiator. Der ist nicht frei programmierbar, statt dessen liefert er 50 Arpeggien als Vorlage.

Auch die Drums sind bestenfalls als Beigabe zu verstehen. Die Drumpattern sind ein wenig schwach auf der Brust und gehen “im Mix” schnell unter, sobald zu viele Phrasen aufgenommen wurden. Die Singleshots sind zwar wesentlich druckvoller, jedoch mangels Quantisierung schwierig zu “programmieren”.

Doch trotz allem, der Kaossilator hat für ein so ein Gerät eine Menge zu bieten. Es ist eine Art Effekt-iPod für den Freizeitmusikanten. Die Qualitäten des Korg Kaossilators im Detail, der derzeit für einen Straßenpreis von ca. 140 € zu bekommen ist, zeigen wir euch im zweiten Teil. In diesem bekommt ihr das Gerät live im Einsatz zu sehen.

Korg Kaossilator

Korg Kaossilator

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Korg Kaossilator