[Im Test] Korg Kaossilator – Dynamic Phrase Synthesizer – Teil 1

Korg’s kleiner Chaot schimpft sich Kaossilator und Kaos kann man damit schnell erreichen….mehr dazu aber später!

Die kleine Schachtel erinnert auf den ersten Blick an einen eskalierten Gameboy, und in der Tat, so etwas ähnliches ist es auch, ein Synthboy. Ein Synthesizer mit lauter kleinen Phasen drin, die über ein Touchpad abgefeuert werden. Der Kaossilator hat keinen Stepsequencer in dem man Notenwerte setzten kann, sondern nur einen zuschaltbaren Arpeggiator und verfügt über eine Recordingfunktion.

Nach und nach werden Sounds übereinander gelayert, bis ein kleiner Song Track entsteht. Hierbei stößt der Taschenmusikant schnell an die Grenzen der Mikroelektronik, denn einmal aufgenommene Parts können weder gemutet noch einzeln gelöscht werden. Gespeichert werden kann auch nichts, schaltet man das Gerät aus, wandert die kleine Spontansession ins digitale Nirvana. Im Bus mal eben einen gerockten Song abspeichern, kann der Nanosynthesist daher vergessen.

Die Sounds des Kaossilator sind auf sieben Kategorieren verteilt: Lead, Accustic, Bass, Chord, SE (Special), Drums (Singleshots) und Drum-Pattern. Diese Sounds entlockt der kleine Synth aus Korgs MMT-Synthese (Multi Modelling Technology). Und in der Tat, viele der Sounds sind beeindruckend für so eine kleine Schachtel. Besonders empfehlenswert fand ich die Bänke Bass und Special.

Um die Klänge etwas aufzubretzeln, wurden werksseitig hier & da reichlich Effekte wie Reverb oder Delay, oft beides, dran gehängt. Abschalten kann man die Effekte nicht, es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Auch anderweitig lässt sich nichts tweaken, lediglich die Grundtonhöhe kann man einstellen, in dem man “Scale” und “Tap” gemeinsam drückt und dann via Wahlrad zwischen den Oktaven switched.

Schwerlich vermisst habe ich im Kaossilator eine Quantisierungsfunktion. Besonders bei der “Eingabe” der Drumshots heißt es Try & Error, es sei denn, man ist timingfest wie ein Stepsequencer. Bei einigen Nutzern des kleinen Synthesizers dürfte genau das nicht der Fall sein. Einzige Spielhilfe ist der Arpeggiator. Der ist nicht frei programmierbar, statt dessen liefert er 50 Arpeggien als Vorlage.

Auch die Drums sind bestenfalls als Beigabe zu verstehen. Die Drumpattern sind ein wenig schwach auf der Brust und gehen “im Mix” schnell unter, sobald zu viele Phrasen aufgenommen wurden. Die Singleshots sind zwar wesentlich druckvoller, jedoch mangels Quantisierung schwierig zu “programmieren”.

Doch trotz allem, der Kaossilator hat für ein so ein Gerät eine Menge zu bieten. Es ist eine Art Effekt-iPod für den Freizeitmusikanten. Die Qualitäten des Korg Kaossilators im Detail, der derzeit für einen Straßenpreis von ca. 140 € zu bekommen ist, zeigen wir euch im zweiten Teil. In diesem bekommt ihr das Gerät live im Einsatz zu sehen.

Korg Kaossilator

Korg Kaossilator

kaoss03

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Korg Kaossilator

Comment (1)

  1. Fredian wrote::

    schöne fotos ;)

    Sonntag, November 1, 2009 at 16:53 #