[Im Test] Korg Kaoss Pad Mini

Kürzlich habt ihr erst den sehr ausführlichen Test des Kaossilators gesehen. In diesem zeigte euch Dimi wie man mit dem Gerät einzelne Spuren erstellen kann und seine Samples bzw. Loops dann allein oder zusammen abspielt.

Sowohl beim Kaossilator als auch bei Kaoss Pad Mini, wie eigentlich bei allen Kaoss-Geräten, erfolgt die Steuerung über ein Touchpad. Die Steuerung ist dadurch intuitiv und sehr flüssig. Allerdings darf man trotz dessen nicht auf gut Glück in das Pad greifen. Die Steuerung der Effekte beim Kaoss Pad richtet sich nach den Zonen des Touchpads. Durch die zentrale Positionierung auf dem Feld und einer Bewegung zu einer der Ecken oder zur Seite erzeugt man den entsprechenden Sound oder Effekt. Ebenso kann man in den Ecken anfangen und danach in die Mitte oder in eine andere Ecke wischen. Wildes herumfuchteln bringt in den meisten Fällen nur Soundbrei heraus, aber nach einiger Zeit erkennt man mit etwas Gespür wie sich der Effekt oder Sound bei welcher Bewegung verhält.

Wie das im Optimalfall aussehen kann, sieht man sehr gut bei Beardyman, der inzwischen bis zu vier Kaoss Pad 3 bei seinen Auftritten benutzt.

Das Kaoss Pad 3 ist wohl auch das Maß der Dinge was intuitive und ausgereifte Effektgeräte angeht. Durch die durchdachten Optionen und der eleganten Steuerung hat man viel potenzial, welches man sowohl als DJ, Beatboxer oder anderweitiger Artist nutzen kann.

Ich habe für Digital Listening vor einiger Zeit das Kaoss Pad 3 mir etwas näher zur Brust nehmen können und abgesehen von unserer Performance in diesem Test war das Gerät mehr als beeindruckend. Lange Rede, kurzer Sinn: Neben dem Kaossilator hat uns Korg das Kaoss Pad Mini zur Verfügung gestellt. In erster Linie sind die Geräte dafür ausgelegt mobil genutzt zu werden. Dank Kopfhöreranschluss und Batteriebetrieb ist es ein einfaches im Bus zu seinen Samples abzurocken oder Mp3s aus dem iPod live zu bearbeiten. Das Szenario ist vielleicht nicht für jeden etwas, daher kann man mit einem separat erhältlichen Netzteil die Geräte darüber hinaus auch gut in einem festen Setup nutzen.

In meinem Fall habe ich mir die Mühe gemacht und das Kaoss Pad Mini zuerst an meiner Send/Return-Einheit angeschlossen. Wahrscheinlich war das Mischpult dafür verantwortlich, dass das Signal des Minis zu leise war, so kam ich kurzerhand auf die Idee den Ausgang des Pads an einen Line-Kanal anzuschließen, an den Eingang des Pads kann man einen Record- oder Master-Ausgang des Mischpultes nutzen. Was nebenbei bemerkt ein Workaround für diejenigen ist, die keine Send/Return-Einheit am Mixer haben. Neben dem Fader kann man so per Klangregelung und Gain die Intensität der Effekte sehr komfortabel und umfangreich bearbeiten.

Etwas, dass natürlich beim 3er Kaoss Pad besser gelöst wurde, als beim Mini, ist die Nutzung bzw. Ansteuerung der jeweiligen Effekte. Kann man z.B. auf dem 3er den Effekt am Pad ablesen, sollte man sich für das Mini die Liste der Effekte zur Hand nehmen. Sich die für seine Vorhaben prädestinierten herraus suchen und die Nummern der Effekte im besten Fall auswendig lernen oder halt auf der Rückseite per Aufkleber o.ä. unterbringen. In Anbetracht das man das Gerät auf jeden Fall kennen lernen muss und man unter Umständen sogar heavy User wird, sollte man den letzten Absatz vergessen und einfach sein Ding machen.

Besonders inspirierend war die Installation des Minis durch die langen Cinchkabel und des Batteriebetriebs. Dadurch kann man das Pad einfach in die Hand nehmen und mit leichten Rock’n’Roll Allüren in sein Set reineffekten. Stelle ich mir unter anderem auch grandios bei DJ-Teams oder anderen Zusammenspielen vor.

Alles in allem ist das Kaoss Pad Mini eine gute Anschaffung für den DJ oder Musiker, der ein relativ einfach zu bedienendes Effektgerät benötigt und gerade nicht das Geld für ein 3er Kaoss Pad übrig hat. Die Vielfalt der Effekte ist enorm und das wichtigste, der Klang ist phänomenal. Manche internen Effektgeräte eines Mischpultes sind nicht so qualitativ.

Das Korg Kaoss Pad Mini bekommt man für circa 140 Euro bei Amazon oder anderen Händlern, welche man neben ein paar anderen Informationen auf den Seiten von Korg & more einsehen kann.