[Im Test] AKG K390 NC – In Ear Kopfhörer mit aktiver Rauschunterdrückung

In der langen Reihe der Produkttests stoßen wir neben dem DJ-relevanten Zeug auch gerne auf Consumer-Produkte. So habe ich schon einige Kopfhörer von Sennheiser vorgestellt, oder auch iPod-Docks und W-Lan-Telefone. Der Kontext ist immer Musik und so kommt es auch zum Konsens.

In dieser Ausgabe habe ich nun den AKG K390 NC zur Verfügung gestellt bekommen. Das NC steht für Noise Cancelling, was den Kopfhörer im Vorfeld interessant machte, beim Auspacken allerdings überraschte, denn Kopfhörer mit aktiver Rauschunterdrückung kommen immer mit einem weiteren Part daher. Dieser ist beim AKG im oberen Drittel als Rever-Klammer angebracht. Das macht den Kopfhörer leider etwas eingeschränkt nutzbar. Trotz dessen kommt man nach einer kurzen Gewöhnungszeit relativ gut damit klar.

Die Fakten: Laut AKG ein Gewicht von 10 Gramm, welches wohl ohne Batterie und Kabel ist. Dynamisch geschlossene Bauform, die die 125 dB direkt ins Ohr bringt. Passive Nutzung, sprich ohne Batterie/Rauschunterdrückung möglich. Separate Kabel für die Nutzung am Mp3-Player oder am Telefon (laut Hersteller für iPhone und BlackBerry, am Palm Pre funktioniert es auch tadellos). Eingebautes Mikro für die Nutzung am Handy (wie gesagt: iPhone, BlackBerry, Palm Pre) und die kleineren Goodies: verschieden große Ohrstöpsel und ein recht schickes Etui für den Transport.

Im Gebrauch muss man sich wie gesagt an den kleinen Klotz zur Rauschunterdrückung gewöhnen, was insbesondere beim Hemdtragen, so platt es auch klingen mag, relativ schnell geht. Unterwegs lässt sich die Klammer recht einfach an der Jacke oder Tasche befestigen. Sitzt man am Schreibtisch, liegt es mit Glück auf dem Tisch oder man entwickelt seine eigene Technik, um es am Pulli zu klemmen. Belohnt wird man mit AKG-typischen Sound, der in den Höhen etwas klarer ist, aber auch satt und voluminös transportiert wird.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich wohl noch nicht das richtige Umfeld zur Nutzung der Rauschunterdrückung gefunden. Bei meinen Versuchen habe ich keinen großen Unterschied zwischen normalem Zustand und dem Noice Cancelling erhört. Im Gegenteil, wenn ich es aktiviere, erhalte ich ein leichtes Rauschen. Das ist zwar rein technisch nicht verwunderlich, da Reduktions-Filtergeräte mit Gegenfrequenzen arbeiten, aber vom Verständnis her nicht richtig.

Im Fazit hat der Kopfhörer ein ausgesprochenes Potenzial. Die Nutzung an mehreren Geräten, vom Laptop zum Mp3-Player und natürlich dem Handy, an welchen der AKG dann zum Headset mit Mikro wird, ist überaus ausgewogenen. Der dann ausgerollte Klangteppisch ist salopp gesagt anständig und besticht vor allem durch klare Töne. Für einen Straßenpreis von knapp über 90 Euro geht der K390 über den Ladentisch und bekommt somit weiterhin eine gute Note, da Preis-/Leistungsverhältnis relativ anständig sind. Leichte Abzüge gibt es für die eher unhandliche Störgeräuschreduktionseinheit, in sofern sollte man eventuell den K 370 in Augenschein nehmen. Dieser kommt für knapp 60 Euro daher, hat bis auf die fehlende Einheit annähernd identische Werte.

www.akg.com/personal/K_390_NC
www.akg.com/personal/K_370