DNMKmusic

Magazin für elektronische Musik

Archive for the ‘Gossip’ Category

IMHO: Paul Kalkbrenner

Posted by Livic On April - 16 - 2010

“Kennst Du nicht Berlin Calling?” höre ich, wenn ich spaßeshalber frage, wer dieser Paul Kalkbrenner ist, von dem jetzt alle reden und das illustre daran ist, die meisten kennen ihn derzeit nur durch diesen Film.

Zugegeben, dass Corinna Harfouch in so einem Film mitspielt, ist in erster Linie schon sehr interessant gewesen. Ebenso wie ein Kalkbrenner als Schauspieler, den man bis dahin ja eher als Frickler wahr genommen hat. Nun hat der Film im Vorfeld schon viele Lorbeeren kassiert und durch intelligente Vermarktung etc. pp. kam das Ding dann auch bei den Normalsterblichen an, die vielleicht wenig bis gar keinen Clubkontext hatten, bis zu diesem Film.

Die Tragödie des Ikarus ist bei manchen eine Komödie und man lacht gemeinsam über Nutten und Medikamentenmissbrauch in der Klapse. Die schönen Momente des Films, wenn Ikarus total zugeballert im Club steht und zu Sky & Sand (auch im Film sein eigener Track) mitsingt, scheinen nun Massenkompatibel. Sky & Sand, eine recht gute Nummer vom Bruder Fritz (durch Paul lediglich geremixt), ist dadurch in die letzte Dorfdisco vorgeprescht und ruft bei den Hörenden dort den Wunsch auf so elendig cool wie Kalke in dieser monumentalen Szene zu sein (Einschub: Wahrscheinlich auch nur, weil er im selben Club einen Groopie auf Koks weghaut!).

Das Problem am Erfolg solcher Nummern ist, dass er bis zum Erbrechen ausgereizt wird. Berlin Calling ist wie Sky and Sand von 2008. Inzwischen haben wir Mitte 2010 und der Hype kommt beim Mob an. Die total elitäre, individuelle und vor allem sich total neuartig fühlende “neue Szene”, man könnte sie spaßeshalber Kalker nennen, reitet also nun schon auf der Welle, auf die andere sich sehr lange nicht mehr wohlfühlen.

Das endet in dem Wahnsinn, dass man für ein Konzert Paul Kalkbrenners im Congress Centrum Hamburg (!!) knappe 40 Euro (!!!) Eintritt zahlen muss. Es war wohl Kampnagel als erste Location vorgesehen, aber entweder passte Pauls Ego, oder die tausenden Teenies dort nicht rein.

Break

Ich habe durch meinen Team-Kameraden Jens von Kalkbrenner anno 2004 oder 5 mitbekommen. Dieses ganze BPitch-Gedöns war seit einer Love Parade kurz vor dem Jahrtausendwechsel höchst interessant für uns und Jens hat schon vor Jahren zugesehen alle Tracks des Kalkbrenners zu bekommen. Mit Recht, denn viele waren sehr gut, Clubkompatibel und einfach derber Shit.

Nun verhält es sich für mich inzwischen wie mit Ed Hardy und iPhones. Kalkbrenner ist bei RTL2 angekommen und der Hype wir stilisiert. Zu was, weiß ich ehrlich nicht. Klar ist aber, dass da wer geil ist ne Mark zu machen und genau an diesem Punkt komme ich ins zögern: Würde ich, wenn mein Bruder mir ne Sahnenummer zum Remixen gibt und mir irgendwer eine Rolle in einem Film anbietet, nicht auch einfach mal, um zu sehen was passiert, mit machen und den Gaul denn bis zum finsteren Erbrechen reiten. Auch wenn ich spüre, dass der Gaul so beschissen heftig kommerzig ist? Ich glaube ja, bloß, ich werde nie in die Situation kommen, zum Glück! ;)

Edit: Der Artikel entstand kurz nachdem ich bei Tanith den Vorschlag für sein Thema der Woche machte: “Paul Kalkbrenner – Aushängeschilds Berlin für Postpubertäre”. Das Thema hat es tatsächlich geschafft!

Tagedieb – Wer ist eigentlich Paul Vol. 2 by Tagedieb

Speaking In Code DVD Verlosung

Posted by Livic On April - 4 - 2010

Zu Ostern können wir Euch mit jeweils einer von insgesamt drei DVDs “Speaking In Code” etwas, aus unserer Sicht, absolut besonderem dienen. Jeder, der bis zum 11. April 12 Uhr eine Mail an win@dnmk-music.com schickt, nimmt an der Verlosung teil. Es entscheidet wieder der Zufall, Mehrfacheinsendungen werden aussortiert!

Nun aber zur DVD: Speaking In Code ist eine Dokumentation von Amy Grill und David Day, in der die Subkultur der elektronischen Musik dargestellt wird. Was zunächst auffällt, ist, dass ein Großteil der Protagonisten Deutsche sind. So sind z.B. die Wighnomy Brothers neben Ellen Alien oder Modeselektor zu sehen. Das typische Berliner Umfeld, welches man ja schon weit und breit kennt.

Speaking In Code begleitet die Protagonisten rund um die Welt und zeigt die Momente, die Menschen wie mir schon immer wichtig und unvergesslich sind: Das entspannte in Musik Fallen lassen, umgeben von Wildfremden.

Meiner bescheidenen Meinung nach, ist Speaking In Code das, was Feiern sein wollte. Ein kleiner Einblick verschafft Euch die Kurzinfo der Website und der Trailer. Wir wünschen Euch viel Glück und frohe Ostern!

Speaking in Code is an intimate account of people who are completely lost in music. A heartbreaking and lighthearted documentary, it’s a vérité glimpse into the world of techno. Captivating and entertaining, the film takes you around the world, following the people who make electronic music … their lives.

Starring: Modeselektor, Wighnomy Brothers, Monolake, Philip Sherburne, David Day & Amy Grill

http://www.speakingincode.com

Ready to K*sha?

Posted by Livic On März - 4 - 2010

Ich bin mir nicht sicher, ob das gewollt oder “aus versehen” war, dass der Track Tik Tok so enorm nach Uffie klingt. Ungewöhnlich ist es nicht, dass Pop sich an den Electro-Quatsch orientiert, siehe Sugababes und U know Y von Moguai oder Kanye West mit Daft Punk.

Allerdings stößt es schon etwas sauer auf, dass die amerikanische Hupfdole sich zum Teil der Uffie-Elemente bedient und es dann auch noch 0815 mit dieser weichgespültheit im Refrain versaut. Hier könnt ihr euch den direkten Vergleich geben.

Replika

Original

Das ich jetzt erst mit dem Vergleich komme, liegt im übrigen daran, dass ich dank Ignoranz von Mtv etc. sowas einfach nicht mitbekomme! #traumhaft

Patrick Alavi kann kein eBay?

Posted by Livic On Januar - 31 - 2010

Die Story ist schnell erzählt: Dimi setzt kaum benutzten Roland SP404 Sampler bei eBay ein. Das Ding geht für knapp 230 Euro über den virtuellen Tisch und die eBay-Bestätigung, über die abgeschlossene Auktion, offenbart, dass ein Patrick Alavi das Ding gekauft hat.

Wem der Name nicht bekannt ist: Patrick Alavi kommt wohl aus Köln und macht an und für sich recht erfolgreich anständige Musik. Unter anderem hat er einen recht ordentlichen Remix des Disco Boys Tracks “For You” gemacht. Wenn man diesen an der richtigen Stelle cuttet, hat man nicht nicht mal ein schlechtes Gewissen eine Disco Boys Platte gespielt zu haben. Zu hören im Treasure Fingers Set.

Nun kommt es: Wir wissen alle das eBay ein Loch voller Vögel ist. Dort wird beschissen wo es geht und die wenigsten Verkäufer sind noch privat, sondern Ich-AG-Selbständige… Wenn man allerdings mal selbst schnell was an den Mann bringen will, kommt man an dem Laden kaum vorbei.

Anyway, ein paar Minuten nach der Auktion bekommt Dimi eine Mail, dass Patrick das Angebot versehentlich abgesetzt hat…

Für ein Gebot bei eBay brauch man, bis es denn bestätigt ist, mehrere Klicks. Abgesehen davon, dass man bewusst einen Betrag eingeben muss, der dann erst per Klick bestätigt wird. Unverständlich!

Wir sitzen nun gespannt wie sonst was rum und warten weiter wie Patrick meint sich rauszureden, wobei ja noch nicht mal sicher ist, ob es tatsächlich “der Echte” ist, so fair muss man ja sein, denn mit falschen Daten bei eBay anmelden und Schmu machen ist ungefähr so alt wie das Internet. Wo wir dann zu dem von der Leyer’ischen rechtsfreien Internet kommen, dass hier ganz und gar nicht thematisiert werden sollte.

Edit: Drei Stunden später ist klar, es handelte sich entweder um eine Doublette bzw. wohl eher um einen Fake und der Nächstbietende hat nun den Sampler erhalten… Time goes by ;)

DNMK on Facebook

Posted by Livic On August - 24 - 2009

dnmk_fbHallo treues Leservolk! Eines unserer aktuellsten Bestrebungen ist eine bessere Verknüpfung zu bzw. in Facebook. Warum? Weil wir uns davon zum einen einen besseren Streukreis wünschen und zum anderen bessere Interaktionsmöglichkeiten haben, die im Blog vielleicht nicht ganz so stattfinden können.

Unsere anfänglich beschauliche Gruppe ist zwar immer noch beschaulich, aber wenn wir eine Statistik anlegen müssten, hätten wir enormen Zuwachs erfahren! Was bedeutet das jetzt für euch? Prinzipiell nichts, gerade wenn ihr nicht in Facebook seid. Aber: Gossip, ein paar wirkliche Secret Hints, Gewinne und jede Menge Shit von und über Musik wird es dort von den DNMK-Autoren geben. In konzentrierter, auf den Punkt kommender Dosis!

Die größeren Sachen, wie Reviews, Teck-Checks und so weiter, wird weiterhin im Blog passieren. Wobei eine Trennung der beiden Präsenzen nicht möglich ist und einige Aktionen auf beiden miteinander verzahnen, wie zB die Let’s play with fruits.

So, stay tuned for some hot shit by the four capital letters! ;) #wtf

DNMK on Facebook

Wacom Nextbeat

Posted by Livic On März - 18 - 2009

Ich hatte die Zukunft des DJs als technischen Novizen ja bereits angekündigt, dass der Weg aber so steinig und eher verspielt daher kommt, hätte ich nicht gedacht.

Im Bereich der Controller gibt es viele Bemühungen neue Geräte zu etablieren. Dabei wird zum Teil innovativ gedacht, zum anderen aber nicht. Das zumindest denke ich bei der Preiview des Wacom Nextbeat, der für mich wie eine lieblose Bedieneinheit einer Playstation 4 aussieht.

In diesem Konzept wird es eine Bedieneinheit geben, die an eine runde Scheibe (in Anlehnung an Vinyl?) erinnert. In dieser werden beide Tracks bedient, was an sich nicht schlecht scheint. Allerdings gefällt mir die vermeintliche Haptik nicht.

Was ich absolut nicht nachvollziehen kann, ist, dass man die Bedieneinheit herausnehmen kann, um so besser mit dem Publikum zu interagieren. Seien wir doch mal ehrlich, der DJ, der sich mit dem Wacom in der Hand ins Publikum stürzt spielt doch wahrscheinlich “Ein Stern…”.

Im Fazit: Kann man noch nicht viel sagen, das Gerät wird Anfang April auf der Musikmesse in Frankfurt vorgestellt. Dann wird es auch erst die richtigen Gerätedaten geben. Wie und ob es Anklang finden wird, zeigt sich auch erst dann, ich bin zwiegespalten und verweise auf die von mir propagierte Touch-Lösung!

Videos und einiges mehr auf der Wacom Seite zum Nextbeat!

Sample Suckas Vol. 4

Posted by Loco On Februar - 26 - 2009

DNMKmusic presents: Sample Suckas Vol. 4

Die “infamous Boogee Munstaz” in Person von DJ Dimi und DJ Loco Garcia melden sich aus der wohlverdienten Winterpause mit ihren Sample Suckas zurück. Im Gepäck erneut ein Batzen feinster Funk und Soul Klassiker, die als Grundlage anderer Hits dienten. Wie so oft stellt sich dabei heraus, dass das Original gerne auch mal 3 Klassen besser sein kann als dessen Neuauflage. Sample Suckas – nur echt von DNMKmusic und mit einer Prise Humor und enooooooooorm viel Body Movement der Hosts.

DNMK goes laut.fm

Posted by Livic On Februar - 12 - 2009

lautfmdnmk Nein, wir werden jetzt keinen alternativen Radiosender zu unserem Podcast machen, sondern einfach per laut.fm sowas wie unsere Auswahl der derbsten Tracks bringen.

Wie das Ganze ausseht, seht ihr in der Sidebar. Auf der Mainsite des Blogs ist der Player integriert. In diesem laufen per Shuffle die von uns ausgewählten Tracks.

Bisher sind nur ca. 2 Stunden an Tracks im Repertoire, wir arbeiten aber kontinuierlich an weiteren, so dass über kurz oder lang an einem Tag nicht ein Track zwei mal läuft. Das könnte schon übermorgen der Fall sein.

Wenn ihr also Bock auf freshen Shit und teite Beats habt, dann checkt unseren laut.fm-Stream entweder per Player hier auf der Seite, auf laut.fm oder einfach in eurem Player per Streamlink!

Team Dynamique Update

Posted by Livic On Februar - 7 - 2009

tdms

Social Networks sucken gewaltig! Daher habe ich kurzer Hand die MySpace-Seite vom Team umgestaltet und mit einem Bulletin drauf hingewiesen, dass wir kein Bock mehr auf den falschen Laden haben.

Klingt radikal! Warum?

Wir haben derzeit 417 Freunde, von denen ich eine Hand voll kenne. Der Rest sind Leute die uns aus Prestigegründen geaddet haben und sich danach nie wieder unser Profil angeguckt haben. Prestige nicht wegen uns, sondern wegen des anormalen Wahnsinns möglichst viele “Freunde” in dem verkackten Netzwerk zu haben.
Was soll ich mir also für eine Profilseite Mühe geben und diese aktuell halten, wenn ich eh einen Blog mit all den freshen Infos habe… Als ob ich durch MySpace mehr Hits bekomme?!

Nun gut, ein paar Tage wird noch dieses Juwel als Header auf unsere alleinige Präsenz hier auf DNMK hinweisen. In ein paar Wochen lösche ich das Ding dann ganz!

Radio 2.0, ein kontroverses Thema

Posted by Livic On Februar - 4 - 2009

Radio...
Foto: Donstevan

Auf dem vergangenen Radiocamp in Hamburg traf sich die Branche, um über das Sein selbiger zu sprechen. In erster Linie ging es um den Einzug der verteufelten Neuen Medien und dem Ziel mit Webradio an Beachtung zu gewinnen.

Prolog: Radio wie es die meisten kennen, ist eine, aufgrund der Bandbreite des terrestrischen Netzes, eingeschränkte und meist nur lokal stattfindende Geschichte, die in erster Linie durch ihren Auftrag, möglichst viele Hörer zu halten, ein Problem hat. Aus diesem Problem entstand letzt endlich das Formatradio, dass uns derzeit auf allen Kanälen das Beste von heute, morgen und gestern vorspielt, gespickt mit ein paar örtlichen Infos ist so der uniformierte Radiosender entstanden. Diese Radiosende findet man in jedem Bundesland unter anderer Flagge aber mit den selben Ziel und Inhalten. Das Ergebnis ist zumeist qualitätsloser Einheitsbrei mit Brechreizgefahr.

Nun werden sich Verfechter der Radiostationen wie Bremen 4 oder Radio Hamburg an den Kopf fassen und die These für nicht haltbar empfinden. Allerdings wissen die Sender auch, dass sie sehr an der Zielgruppe vorbei senden und ihre mittelmäßigen Methoden zur Höreridentifizierung eher zweifelhaft sind.

Im weiteren Schritt kommen die ganzen Rechte- und Lizenzvertreter wie GEMA, GVL oder den Landesmedienanstalten, die mit ihren konservativen Methoden immer noch keine richtige Einarbeitung in das Thema Netz gefunden haben und so den vermeintlichen Macher zusehend quälen. Das weiter auszuformulieren bedarf einiger Zeit und das spar ich mir zu diesem Zeitpunkt.

Letzt endlich geht es doch darum den Hörer zu erreichen und das im besten Fall mit einem Programm, dass ihm gefällt. So gibt es Plattformen wie last.fm, der mit dem Titel schon sagt was Sache ist. Mit last.fm hast du den letzten Radiosenden den du brauchst erreicht. Eine gewagte These, die aber in die richtige Richtung läuft.
Ein anderer Kandidat zeigt im Web erst einmal wie man es richtig macht und holt sich einen Schwung Journalisten ran, die auch als solche arbeiten. Auf Byte.fm ist die musikalische Versorgung weitab vom Dudelfunk und kommt mit einem entspannten Moderator daher, der auch fachlich kein Idiot zu sein scheint.

Nach diesem Textberg fragt man sich wo denn nun die Vorzüge von klassischem und Web-Radio sind. Wie es in der Zukunft aussehen wird oder kann und was man als Hörer davon hat.

Zu letzterem: Einiges, wenn man über den Gartenzaun UKW guckt und das Netz kurz bemüht, um seinem Geschmack entsprechend auf einen Webradiosender zu stoßen, der einem das liefert was man braucht!